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Und was trainierst Du so?! – Erweitere Deinen „Trainings-Horizont“!

Hallo Ihr Lieben,

schön, dass Ihr mal wieder vorbeischaut.

Viele von Euch kennen garantiert das Sprichwort: „Wer rastet, der rostet.“ Leider steckt in diesen vier Worten eine ganze Menge Wahrheit. Wenn wir uns nicht regelmäßig bewegen, bildet sich unsere Muskulatur zurück und unsere Gelenke rosten langsam ein. Da unser Alltag von langem Sitzen, Liegen oder Stehen geprägt ist, muss ein entsprechendes Training her, welches diese Belastungen ausgleicht und zugleich unsere Beweglichkeit erhält.

Die Krux mit der Beweglichkeit

Als Kinder sind wir oft noch super beweglich, allerdings fehlt uns in diesem Alter die Muskelkraft. Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelkraft zu, die Beweglichkeit leider schneller, als uns vielleicht lieb ist, wieder ab. Wenn man jetzt mal an Bodybuilder oder Kraftsportler denkt, könnte es mehr an Kraft vermutlich schon gar nicht mehr sein. Aber auch hier besteht das große Problem mit der Beweglichkeit. Der Ein oder andere hat es vielleicht schon mal beobachtet: Gewichte können diese Sportler problemlos in unzähligen Wiederholungen stemmen, wenn diese jedoch beide Hände hinter dem Rücken (eine Hand von unten, die andere Hand von oben über die Schulter) zusammenführen sollen, wird es schon schwierig, wenn nicht sogar vollkommen unmöglich.

Die Lösung scheint es daher nicht zu sein, nur einseitig zu trainieren, denn im Prinzip werden für einen gesunden Körper und ein optimales Training weitaus mehr benötigt, als z.B. lediglich Krafttraining. Wenn wir weder Kraft noch Beweglichkeit regelmäßig trainieren, schadet dies, wie auch ein einseitiges Training, unseren Muskeln und unseren Knochen. Folgen daraus können sein, dass Gelenke versteifen, unter besagter, einseitiger Abnutzung leiden und sich Muskulatur zurückbilden wird. Auch unser Faszien-Netz, also unser Bindegewebe, leidet hierunter. Es verklebt und man fühlt sich zunehmend unwohler in seiner Haut.

Mit zunehmendem Alter verbessern sich all diese Vorgänge nicht, was mitunter der größte Anreiz sein sollte, bereits von vornherein diesen Prozessen entgegen zu wirken. Wir sind daher der Meinung, dass man nie zu früh damit beginnen kann Knochen und Muskulatur, aber auch das Herz-Kreislauf-System zu stärken. Egal was man macht, es zählt nur, dass man was macht! Optimal wäre natürlich eine Mischung aus allem, sodass zugleich an allen Fronten dem Alterungsprozess und den daraus resultierenden Folgen entgegengewirkt werden kann.

Die Mischung macht‘s

Viele von Euch fragen sich nun bestimmt, was wir mit „an allen Fronten“ oder „nicht einseitiges Training“ meinen. Auch wenn der Ein oder andere von Euch vielleicht schon SEINE/IHRE Sportart gefunden hat, sind andere noch auf der Suche. Die Trainingspalette ist inzwischen so vielseitig, sodass man auch hier fast sagen kann: „man hat die Qual der Wahl.“ Wir genießen die Vielseitigkeit, welche sich im Sportbereich zwischenzeitlich finden lässt . Es ist für jeden was dabei

Wenn man jedoch noch auf der Suche ist, weiß man oft gar nicht in welche Richtung es gehen soll. Es tun sich viele Fragenstellungen auf wie z.B. „Was genau soll ich denn trainieren?“, „Was wäre das Beste und was braucht mein Körper wirklich?“, „Werde ich Läufer und arbeite ausschließlich im Ausdauerbereich?“, „Hebe ich lieber schwere Gewichte und lege mir einen Berg an Muskeln zu?“, „Wäre Yoga vielleicht nicht doch besser für mich, da Beweglichkeit alles ist?“, „Was hat es eigentlich mit meinen Faszien auf sich?“ und „Wie trainiere ich in kürzester Zeit am Effektivsten, HIIT, Intervall oder Fatburner Intensity?“…Fragen über Fragen, Sportarten über Sportarten und „Trends über Trends“…

Zugegeben, es ist nicht leicht aus allen Tipps, Ratschlägen und Hinweisen herauszufinden, was denn nun das Beste für unseren Körper ist. Wie oben bereits erwähnt: wichtig ist erstmal, dass man sich überhaupt bewegt! Und wenn man dann noch etwas findet, woran man wirklich Freude und Spaß hat, dann stehen die Erfolgschancen, dauerhaft etwas  für seinen Körper zu tun, gar nicht so schlecht.

Grundsätzlich bestehen die unterschiedlichsten Anforderungen an unseren Körper: Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer, Geschmeidigkeit, Gleichgewichtssinn etc. In diesem Fall ist es natürlich sinnvoll das Training auch entsprechend abwechslungsreich zu gestalten.

Nimm die Herausforderung an

Wir unterrichten viele Gruppenkurs Formate, welche hauptsächlich Kraft wie auch das Herz-Kreislauf-System fördern. Seltener findet man bei uns Kurse, welche etwas ruhiger ablaufen und eher im Bereich Beweglichkeit angesiedelt sind. Lediglich unsere Faszien-Kurse bringen Trainingsfaktoren wie Beweglichkeit, Geschmeidigkeit oder das Training des Gleichgewichtssinns mit.

Anfangs haben wir nur sporadisch hier und da mal eine Stunde Faszien unterrichtet, der Trainingsfokus lag bevorzugt bei uns im Bereich Kraft & Ausdauer und den damit einhergehenden Kursformaten. Ihr könnt Euch vorstellen, dass auch wir im Bereich Beweglichkeit diverse Defizite hatten, welche uns aber zum damaligen Zeitpunkt nicht ansatzweise bewusst waren. Da auch wir gerne verschiedene Dinge ausprobieren, um unseren Horizont zu erweitern, fanden wir uns plötzlich in einem Stretching-Kurs wieder. Uns wurde in dieser Stunde bitter vor Augen geführt, wie massiv unsere Defizite im Bereich Beweglichkeit und Geschmeidigkeit wirklich sind. Wir kamen uns vor wie die absoluten Nieten, als wenn wir sonst keinerlei Sport treiben würden, ein sehr einprägsames Ereignis. Für uns jedoch kein Grund solche Kurse auf Dauer zu meiden. Im Gegenteil, für uns war es Anlass genug sich hierüber Gedanken zu machen und auch mal in diese Richtung bezüglich Training nachzudenken. Eine Herausforderung, welche wir nur zu gerne annahmen. Inzwischen haben wir regelmäßige Faszien-Kurse, was uns persönlich ebenfalls zu Gute kommt, da wir gemeinsam mit unseren Teilnehmern an unserer Beweglichkeit, Geschmeidigkeit, unserem Gleichgewichtssinn und unserer Flexibilität arbeiten können.

Die Qual der Wahl

Je mehr Abwechslung Euer Training bringt, umso besser für Euch und Euren Körper.

Wie schon oben erwähnt, probieren auch wir uns immer wieder gerne an neuen, wie auch anderen Sportarten aus, sei es Crossfit, Bogenschießen, Joggen oder auch Gewichte heben. Oftmals haben wir hiervon die unterschiedlichsten „Muskelkater“ erfahren dürfen. Anfangs verwundert es einen, da man doch denken würde der Körper sollte entsprechend trainiert sein. Aber mit einer neuen z.B. noch unbekannten Bewegung wird ein neuer Trainingsreiz gesetzt, welchen der auch „trainierte“ Körper bisher nicht kannte. Es wird quasi ein bisher unbekannter bzw. anderer Punkt trainiert, den man dann auch direkt spürt ;-). Wir „genießen“ es teilweise auch wieder in den Genuss eines „Muskelkaters“ zu kommen, weil dies für uns zugleich bedeutet, es gab einen neuen Bereich, welcher nun angesprochen und trainiert wurde. Ein Profit, eine neue Erfahrung, die aus genau diesem „Schmerz“ resultiert und für uns immer wieder der Ansporn sein wird sich auf anderem Terrain zu bewegen und für uns untypische Sportarten auszuprobieren.

Was ist eigentlich HIIT?

Der Begriff ist aktuell in aller Mund, wie auch Intervalltraining. Fast jedes Fitnessstudio oder andere sportliche Einrichtungen haben es inzwischen in ihrem Plan, oft mit dem Hinweis „jetzt neu und auch bei uns!“

Wie Ihr in unseren Qualifikationen sehen könnt, sind auch wir ausgebildete Trainer in spezifischen HIIT-Konzepten, aber auch in anderen Formaten, die ebenfalls HIIT enthalten.

HIIT = High Intensity Intervall Training schafft die Möglichkeit in „kurzer“ Zeit am Effektivsten zu trainieren. Eine schöne Erklärung bzw. Definition, was sich dahinter genau verbirgt, lest Ihr hier:

Eine kleine Definition zu HIIT bzw. Intervall Training:

HIIT besteht aus einer Kombination von kurzen, sehr intensiven Belastungen mit aktiven Regenerationsphasen zwischen den einzelnen Sequenzen. In den intensiven Phasen sollte man bis zur körperlichen Leistungsgrenze trainieren, sodass man die unmittelbar darauffolgende Pause auch benötigt. Nur dann führt man es korrekt aus. Wer hier mit seinen Kräften haushaltet, wird nicht den optimalen Effekt erzielen und würde nicht das Ziel in kürzester Zeit am Effektivsten trainieren erreichen!

Wir müssen gestehen, dass wir von diesem Konzept absolute Fans sind. In der heutigen Zeit, in der keiner mehr wirklich Zeit hat, ist ein solches Format ideal. Die Teilnehmer können hiermit einen unglaublichen Trainingsreiz, trotz mangelnder Zeit, setzen und somit Ihr Ziele schneller erreichen. Zudem sind die Übungen meistens sehr einfach, was bedeutet, sie sind für jeden umsetzbar und keiner muss sich groß verkopfen.

Intensives Training in kurzer Zeit mit einfachen Übungen, hört sich das nicht super an? Zudem ist es ein Konzept, welches auch Männer sehr anspricht. Die Schlagworte schnell, einfach und effektiv überzeugen immer. Wir haben sogar einen Kurs, welcher nur dieses Training beinhaltet, ausgelegt auf 45min. Unsere Männer lieben es und überwiegen in diesem Kurs sogar dem Frauenanteil, nicht wie sonst in den klassischen Kursen, wo Männer eine große Scheu davor haben (hier stellt sich die Frage: „Warum eigentlich?“).

Viele Sportler trainieren seit Jahren mit einem Ziel, was oft erreicht wird. Hin und wieder gibt es jedoch Stagnation, was auch Euch garantiert schon mal begegnet ist. Es tut sich nichts mehr, sei es auf der Waage, die einfach kein Gramm weniger anzeigen will oder die nächste Gewichtsscheibe, die man gefühlt nie erreichen wird. Man hat das Gefühl, dass man einfach nicht mehr vorwärtskommt. Auch hierbei kann ein solches Training wahre Wunder wirken. Einfach mal ausprobieren und den Effekt abwarten. Es lohnt sich.

Pass dein Training an

Ziele können sich ändern, wie auch das Leben. Nur sehr wenigen ist es oft möglich, mehrmals wöchentlich ein Training zu absolvieren. Somit kann natürlich auch nicht an allen Fronten gleichzeitig gearbeitet werden. Daher ist es umso wichtiger auch das Training dem Leben oder dem neu gesetzten Fokus anzupassen.

Wenn sich nun Einer von Euch das Ziel Gewichtsreduktion gesetzt hat, sollte in diesem Fall neben der Ernährung natürlich auch Ausdauersport betrieben werden. Jedoch auch Kraftsport ist hier absolut empfehlenswert. Also ran an die Gewichte . Das Ziel kann somit wesentlich schneller erreicht werden, als wenn man nur einseitig trainiert. Sofern es dann das Zeitfenster noch erlaubt, wäre z.B. ein ergänzendes Faszien- oder Pilates Training das Non-Plus-Ultra. Somit bleiben auch die Gelenkigkeit und die Flexibilität erhalten.

In einem unserer HIIT-Kurse gab es mal einen Teilnehmer, welcher ein reiner Kraftsportler war. Man sah es ihm an: ein gut trainierter, muskelbepackter, fitter, junger Mann. Er kam mit dem Ziel zu uns eine Ergänzung zu seinem Kraftsport zu finden, da er z.B. im Bereich Ausdauer und Beweglichkeit massive Defizite hatte. Die Möglichkeit im Fitnessstudio auf dem Cross-Trainer an seiner Cardio zu arbeiten, war für ihn jedoch keine Option. Er konnte sich unter dem Begriff HIIT-Training wirklich gar nichts vorstellen, war jedoch gespannt was ihn erwarten würde.

Er hat gekämpft Woche für Woche, da es Übungen und Belastungen waren, die ihn in allen Bereichen gefordert haben. Das Training war auch für ihn durch die sich wechselnden Kraftübungen in Kombination mit der Ausdauer eine wahre Herausforderung. Von Woche zu Woche haben wir als Trainer die Fortschritte gesehen, und auch er war zum Schluss sehr stolz auf sich.

Das ist kein Einzelfall und es kommt daher sehr oft vor, dass Teilnehmer, die bisher mit einem ganz anderen Ziel trainiert haben, anfangs in solchen Formaten erschrecken. Einem Kraftsportler, der regelmäßig 100kg stemmt, bringen seine Muskeln in diesem Fall nichts, wie auch einem Läufer, der im Marathon optimale Zeiten läuft, eben auch nicht.

Das sind Phänomene, die jedem von uns begegnen können und absolut normal sind. Wie vorhin beschrieben, erfuhren auch wir das am eigenen Leib. Der Fokus lag nie auf Beweglichkeit, wir hatten Defizite. Woher sollte unser Körper es können, wenn er es noch nie gemacht hat?

Ein einseitiges Training wird nie dazu führen, dass man über sich hinauswachsen kann. Man lebt und erfährt durch die Veränderung. Was spricht dagegen auch mal den Horizont zu erweitern und Neues zu versuchen? Auch wenn dies bedeutet, dass man bei null anfängt. Man wächst mit der Herausforderung und wird am Ende vielleicht sogar mit „Mehr-Leistung“ belohnt.

Passt Euer Training an, stellt es neu auf, probiert Neues aus und wachst mit Euren Herausforderungen. Je vielfältiger & abwechslungsreicher der Input ist, desto umfangreicher ist die Resonanz Eures Körpers.

Was spricht dagegen, dass ein muskelbepackter Kraftsportler zugleich auch einen optimalen Gleichgewichtssinn hat, der ihm ein standhafteres Training als je zu vor ermöglicht? Nichts finden wir .

Wie schon Albert Einstein sagte: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich was ändert.“ Dem können wir uns nur anschließen.

In diesem Sinne: stay strong and try everything!

Sportliche Grüße

Eure 2fitgirls

Sandra & Ilona

Alle Bilder: 2fitgirls.de & www.pixabay.com

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