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Hör mal wer da hämmert

Hallo Ihr Lieben,
wie Ihr wisst, sind wir immer auf der Suche nach neuen, innovativen Trainingsgeräten, welche sich in unsere Kurse optimal integrieren lassen, wobei das Augenmerk hierbei bevorzugt auf unseren Outdoor-Kursen liegt.Abwechslung ist bei uns garantiert und auch unsere Teilnehmer sind immer wieder überrascht mit was man alles effektiv trainieren kann. Wir lieben es unseren Teilnehmern hin und wieder ein solches „Aha-Erlebnis“ zu schenken und neue Trainingsreize durch unterschiedliches Trainingsequipment zu setzen.

Warum nicht trainieren wie die Götter…

Als wir also mal wieder das Internet durchforstet haben, sind wir an einem Trainingsgerät hängen geblieben, bei welchem wir erst einmal an einen Baumarkt-Artikel denken mussten – der Gym-Hammer.In der Tat hat man direkt das Bild eines Vorschlaghammers im Kopf, sodass man sich im ersten Moment wirklich nur schwer vorstellen kann, was genau damit effektiv trainiert werden kann ohne sich dabei ernsthaft zu verletzen. Unsere Neugier war geweckt.
Der Hammer ist wahrlich nicht dafür gedacht Nägel in die Wand zu schlagen, da dies vermutlich eher zu einem sehr großen Loch führen würde, nein, er soll laut Beschreibung Kraft und Koordination trainieren. Das hörte sich schon mal großartig an.Wir machten uns also auf die detaillierte Suche, welche Übungen möglich wären, welche Effekte bzw. wie intensiv trainiert werden könnte, welche Firmen, den Hammer produzieren und wo man diesen käuflich erwerben könnte.
Im Zuge unserer Suche war tatsächlich das immer wiederkehrende Bild des Gottes Thor, was dem Ein oder anderen von Euch eventuell bekannt sein dürfte, ein Thema. Es erscheint ein muskelbepackter Liam Hemsworth mit seinem Hammer, gestählten Oberarmen, immer den Hammer im Gepäck… der Gedanke, dass die Muskelberge evtl. nur durch das Tragen seines Hammers entstanden sein könnten, waren da durchaus sehr naheliegend. Na und wer will nicht solche definierten Arme .
Klar war, dass wir natürlich wissen wollten, was es mit dem Ganzen auf sich hatte und somit entschieden wir uns dafür den Gym-Hammer von Gorillasports zu bestellen und unser Equipment, um ein weiteres Trainingsgerät, zu erweitern.

Der Gym-Hammer

Erhältlich ist der Gym-Hammer ab 6 KG bis einschließlich 30KG, wir haben für uns die 6KG Variante gewählt, da dieser für den Beginn durchaus ausreichend erscheint. Wir beziehen gerne unser Trainingszubehör von Gorillasports, da man dort sicher gehen kann, dass man hochwertiges, gut verarbeitetest Equipment zu einem vernünftigen Preis erhält.
Klar hätten wir auch einfach in den Baumarkt marschieren und einen simplen Vorschlaghammer kaufen können. Da dieser jedoch meistens auf einer Seite eine etwas spitzere Kante aufweist, haben wir uns für die Profi-Variante entschieden, welche auf beiden Seiten abgeflacht ist. Die Sicherheit unserer Teilnehmer liegt uns wahrlich sehr am Herzen. Ein neues Trainingsgerät sollte kein erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich bringen nur weil man an der falschen Stelle spart. Wir haben uns daher ganz bewusst für die teurere Variante vom Fachhandel entschieden. Zur besseren Vorstellung eine Abbildung, wie ein klassischer Gym-Hammer aussehen kann:

Quelle: Gorilla Sports

„Back to the roots“

Bei den Gym-Hammern handelt es sich um freie Gewichte, wobei der Schwerpunkt vorne am Kopf liegt. Somit muss man besonders auf die Kontrolle achten und schult automatisch seine Koordination.
Hauptsächlich ist der Hammer in der Crossfit Branche für seinen Einsatz in Kombination mit alten Reifen bekannt. Hierzu schlägt man mit dem Hammer auf einen Reifen ein. Durch das Zurückfedern baut sich eine enorme Wucht auf, die man kontrollieren und „abfangen“ muss. Hört sich theoretisch sehr leicht an, ist es aber nicht. Im Gegenteil, das zu kontrollieren, muss man lernen und auch können.
Zur Übung selbst: der Gummireifen fängt die harten Schläge ab und schont somit die Gelenke. Durch die Hebelwirkung und den gezielten Bewegungsablauf werden alle Muskelgruppen massiv im Körper gefordert. Kraft- und Konditionstraining all inclusive!!
Wer von Euch die Übung mit dem Reifen mal ausprobieren möchte, aber gerade keinen LKW- bzw. Traktorreifen zuhause rumliegen hat , fragt am besten bei einem Landwirt oder in einer Reifen-Werkstatt an. Die haben meistens Reifen aller Art herumliegen und sind in der Regel sehr froh wenn jemand Interesse daran hat, da dann die Entsorgung der Reifen schon mal entfällt. Sofern dann alle Materialen wie Reifen, Hammer und eine geeignete Fläche vorhanden sind, könnt Ihr Euch am Reifen auf viele Arten austoben. Startet langsam und kontrolliert, anfangs ist es eine sehr ungewohnte Bewegung, da es auch darum geht, das Gewicht des Hammers entsprechend im Bewegungsablauf auszugleichen. Sobald Ihr ein Gefühl dafür habt, könnt Ihr das Tempo natürlich in Schritten steigern, um Euch dann am Ende völlig daran zu verausgaben, sofern das Eurerseits gewollt wäre .
Der Bewegungsablauf dürfte dem Großteil von Euch bekannt vorkommen, da man den Ablauf schon sehr häufig real, in Videos etc. gesehen hat. Man ersetze den Hammer durch eine Axt, den Reifen durch einen Holzpfahl und führe die Bewegung identisch aus. Was ist das Ergebnis daraus? Gespaltenes Holz.
Im Prinzip ist es genau dasselbe. Und bekanntlich haben Holzhacker, wie auch Thor, eine sehr gestählte Oberkörper Muskulatur. Auch hier gilt somit „back to the roots“ und funktionell trainieren! Mehr dazu könnt Ihr in unserem letzten Beitrag lesen.

Der absolute Allrounder

Der Gym-Hammer kann natürlich für weitaus mehr als nur diese eine Übung genutzt werden. Es gibt eine Vielzahl an tollen Übungen, auch ohne Reifen, welche man mit diesem Trainingsgerät absolvieren kann. Wir waren wirklich positiv überrascht!Ihr findet hier ein paar Übungen, welche wir mitunter für verschiedene Outdoor- Einheiten ausgewählt haben, um unsere Teilnehmer Step-by-step an den Gym-Hammer zu gewöhnen bevor es dann ans „Hämmern“ auf den Reifen geht.

Side Lunge mit dem Gym-Hammer im Schulterbereich

Side Lunge mit dem Gym-Hammer im Schulterbereich

Trizeps Training mit dem Gym Hammer

Trizeps Training mit dem Gym Hammer

Planke / Stützposition mit Gewichtsverlagerung

Die Vorbereitung…

Wichtig zur Vorbereitung auf solch ein Workout ist das gründliche Aufwärmen vor dem Training. Vor allem der Oberkörper wie auch der Schulterbereich sollte ausreichend aufgewärmt werden, da dieser durch den Hammer massiv gefordert und beansprucht wird.Zudem würden wir empfehlen anfangs mit dem niedrigsten Gewicht zu beginnen. Wie bereits erwähnt gibt es unterschiedliche Gewichtsklassen, welche ausgewählt werden können. Unser Augenmerk liegt neben einer funktionellen Trainingseinheit mitunter auch auf der korrekten Technik und Bewegungsausführung. Wenn man diese Kriterien berücksichtigt, sind unsere ausgewählten 6KG-Hammer bereits mehr als ausreichend. Auch wenn es dem Ein oder anderen etwas wenig vorkommen mag, mehr braucht es für den Anfang wirklich nicht.Wie Ihr an der obigen Abbildung erkennen könnt, befindet sich das „Hauptgewicht“ des Hammers am oberen Ende. Somit ist die Gewichtsverteilung sehr einseitig, was bedeutet man muss zusätzlich zur regulären Übung auch noch die Balance finden und halten. Eine Herausforderung an der man anfänglich wirklich zu kämpfen hat, da es sehr ungewohnt ist. Zudem ein weiterer wichtiger Punkt, welchen man berücksichtigen sollte: der Hammer sollte in der kompletten Zeit der Ausführung fest umgriffen sein, um Verletzungen und weitere Gefahren zu vermeiden. Hierbei sollte das Ganze natürlich nicht in einen krampfartigen Klammergriff ausarten, da auch das nicht Sinn und Zweck ist. Nach einer Gewöhnungsphase ist es durchaus machbar, wir sind je- doch froh, dass wir uns für die 6KG Variante entschieden haben, denn somit können wir unsere Kriterien dennoch mit einer Übung vereinbaren und unsere Teilnehmer können sich Stück für Stück heran tasten. Und wie Ihr seht: es gehört doch weitaus mehr dazu als lediglich einen Hammer auf einen alten Reifen zu schlagen.

Das Fazit

Wenn man nicht nur Kraft, sondern zugleich auch Kondition und Koordination verbessern möchte und gerne neue Dinge ausprobiert, ist dieses Trainingsgerät durchaus geeignet. Es vereint alle drei Aspekte und setzt im regulären Alltag neue Trai- ningsreize. Es werden viele Muskeln, mitunter auch die Tiefenmuskulatur durch das Ausbalancieren, beansprucht, was als Ergänzung durchaus als sinnvoll erscheint. Der Gym-Hammer ist ein innovatives, ausgefallenes Trainingsgerät, welches ein Kompletttraining für alle Muskelgruppen zugleich garantiert.
Wir freuen uns über das neue Trainingsequipment und sind schon gespannt, was hiermit noch alles möglich ist.Wie schon Herman Hesse wusste: „ Damit das Mögliche entsteht, muss immer wie- der das Unmögliche versucht werden!“
Wir versuchen uns an diesem neuem Trainingsgerät, um das Unmögliche möglich zu machen .

Und bereit für den Reifen?

Sportliche Grüße Eure 2fitgirls Sandra & Ilona

Alle Bilder: 2fitgirls.de & www.pixabay.com

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